Der Kaufpreis ist nur ein Teil der Rechnung. In Österreich sollten Käufer grob mit rund 10 % zusätzlich kalkulieren — wer die Posten vorab kennt, erlebt keine Überraschungen.
Die wichtigsten Posten im Überblick
- Grunderwerbsteuer: in der Regel 3,5 % des Kaufpreises.
- Grundbuch-Eintragungsgebühr: 1,1 % des Kaufpreises für die Eigentumseintragung.
- Vertragserrichtung & Treuhand: Notar oder Rechtsanwalt, üblicherweise rund 1–3 % zzgl. 20 % USt — abhängig vom Kaufpreis.
- Maklerprovision: für Käufer in Österreich üblich bis 3 % zzgl. 20 % USt; seit 2023 gilt beim Wohnungskauf das Bestellerprinzip bei Mietverhältnissen — beim Kauf wird die Provision vorab transparent vereinbart.
- Pfandrechtseintragung (bei Finanzierung): 1,2 % der eingetragenen Pfandsumme, dazu Kosten der Bank.
Wer die Nebenkosten von Anfang an mitdenkt, kauft entspannter — und verhandelt klüger.
Ein grobes Rechenbeispiel
Bei einem Kaufpreis von € 1.000.000 entstehen typischerweise: € 35.000 Grunderwerbsteuer, € 11.000 Eintragungsgebühr, dazu Vertragserrichtung und gegebenenfalls Provision und Pfandrechtseintragung. In Summe landet man — je nach Finanzierung — häufig bei rund € 90.000–110.000 an Nebenkosten. Diese sind grundsätzlich aus Eigenmitteln zu tragen.
Worauf Sie achten sollten
Lassen Sie sich die zu erwartenden Nebenkosten vor der Unterschrift vollständig aufschlüsseln. Achten Sie auf eine seriöse Treuhandabwicklung — der Kaufpreis wird erst freigegeben, wenn die Eigentumsübertragung gesichert ist. Bei Neubauprojekten gilt zusätzlich das Bauträgervertragsgesetz (BTVG), das Ihre Anzahlungen absichert.
Gerne rechnen wir die Nebenkosten für Ihr Wunschobjekt konkret mit Ihnen durch und begleiten die gesamte Abwicklung — diskret und sicher.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Gebühren und Sätze können sich ändern; maßgeblich ist der Einzelfall.



